[Rezension] Ferne Ufer von Diana Gabaldon

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von Diana Gabaldon
ISBN: 978-3-426-51823-6
Softcover: 16,99€
1232 Seiten
2016 im Droemer Knaur Verlag erschienen
Originaltitel: Voyager (bei Delacorte Press)


20 Jahre lang hielt Claire ihre große Liebe Jamie Fraser für tot. Nun findet sie heraus, dass er die Schlacht von Culloden wider Erwarten überlebt hat. Unterstützt von ihrer Tochter Brianna kehrt sie durch den Steinkreis zu ihm zurück und findet ihn im 18. Jahrhundert lebend wieder.
Aber ihre Raum und Zeit überwindende Liebe bleibt nicht lange ungetrübt. Denn Jamie hat 20 Jahre lang sein eigenes Leben geführt, außerdem engagiert er sich nach wie vor für Schottlands Unabhängigkeit. Und so müssen Jamie und Claire früher, als ihnen lieb ist, das Hochland verlassen und sich aufmachen zu neuen, fernen Ufern. Doch sie wissen, dass ihre Liebe und ihre Leidenschaft füreinander sie jedes Hindernis überwinden lässt. Quelle: Droemer Knaur
Vor einem Jahr hatte ich angefangen, das Buch zu lesen. Für mich sind die Romane der Outlander-Serie bisher traditionell eine Urlaubslektüre für den Sommer. Sie sind nämlich bisher extrem spannend gewesen und halten wegen der hohen Seitenanzahl einen Sommerurlaub gut durch. Jedenfalls hatte ich dann nach dem Urlaub letzten Sommer das Buch noch immer nicht zu Ende gelesen und habe es auch erst diesen Monat - ein Jahr später - wieder in die Hand genommen. Enttäuscht wurde ich allerdings nicht.
Leider erinnere ich mich nicht mehr ganz genau an alle Einzelheiten des Romans, da es nun für die ersten zwei Drittel doch circa ein Jahr her ist. Trotzdem habe ich den Einstieg in die Geschichte doch schnell wieder gefunden und konnte innerhalb weniger Seiten sofort wieder mit Claire und Jamie mitfiebern. 
Ich erinnere mich noch gut daran, dass sich der Anfang ein bisschen gezogen hat. Frau Gabaldon beginnt ihren Roman auch nicht sofort in der spannenden Welt des 18. Jahrhunderts, sondern lässt den Leser noch einige Zeit Claire und ihre Tochter Brianna im 20. Jahrhundert kennenlernen. Die beiden begeben sich nach Schottland, wo Claire einige Nachforschungen nach Jamie anstellt und Brianna die Wahrheit über die Umstände ihrer Zeugung offenbart. Auch begegnen wir einigen uns schon bekannten Charakteren in Claires Leben. Nach dieser - wie ich finde - relativ langen Einführung in die Geschichte des Romans, begibt sich Claire dann auch schließlich wieder in die Welt des 18. Jahrhunderts, indem sie durch die uns bekannten Steine geht. 
Im 18. Jahrhundert angekommen - diesmal natürlich gut vorbereitet auf die dortigen Umstände - begibt sich Claire auf die Suche nach ihrem geliebten Jamie. Natürlich dauert dies auch eine Weile und ich habe als Leser extrem mit ihr mitgefiebert. Das Wiedersehen war dann natürlich ein schöner Höhepunkt dieser Suche. Allerdings muss bedacht werden, dass sich die beiden tatsächlich zwanzig Jahre lang nicht gesehen haben. Ja, ihr habt richtig gelesen: ZWANZIG Jahre! Kein Wunder, dass die beiden währenddessen verschiedene Dinge erlebt haben und sich hier und dort mal ein bisschen Drama entwickeln kann. Dieses Drama hat mich zwar ein bisschen genervt, da es meistens nur wegen Claires viel zu übertriebener Reaktion entstand, allerdings konnten die beiden diese Probleme meist relativ schnell beiseitelegen und klären. So kam es dann, dass sich das Dream-Team Clamie (wie ich Claire und Jamie nenne hehe) wieder zusammengerauft hat und die beiden wirklich sehr süß zusammen waren. Die beiden als Paar bzw. sogar als Ehepaar sind nämlich unter anderem ein Grund dafür, dass ich die Reihe von Diana Gabaldon so gerne lese. Es macht einfach Spaß, die Dynamik zwischen den beiden als Leser zu erleben und sie sind zusammen wirklich sehr fürsorglich, liebevoll und einfacg traumhaft.
So musste ich missmutig hinnehmen, dass die beiden im Laufe der Geschichte getrennt werden. Sie begeben sich nämlich auf eine sehr gefährliche Reise in die Karibik, wo sie einen Verwandten von Jamie suchen. Glücklicherweise finden sie wieder zueinander, sodass ich wieder begeistert weiterlesen konnte. Natürlich erleben Claire und Jamie auch gemeinsam ein Abenteuer nach dem anderen und das Schicksal scheint immer neue Schicksalsschläge parat zu haben. Trotzdem war ich sehr erleichtert, dass das Buch zwar mit einem Cliffhänger, aber auch irgendwie mit einem Happy End abgeschlossen wird. Ich freue mich schon sehr, im nächsten Teil wieder von Claire und Jamie lesen zu können. 
An dieser Stelle möchte ich zum Schluss noch einmal auf die verschiedenen Charaktere eingehen, die vorkommen. Natürlich erleben wir alle Dinge aus Claires Sicht, da sie diejenige ist, die uns die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt. Dementsprechend ist ihr Charakter für den Leser sehr ersichtlich und wir erleben jede ihrer Gefühlsregungen hautnah. Auch Jamie lernen wir durch Claire sehr gut kennen und lernen, ihn ein wenig einzuschätzen. Meiner Meinung nach leiden allerdings die restlichen Charaktere ein bisschen darunter, da sie nicht so genau beschrieben werden können und wir keinen Einblick in ihre Gefühle oder Gedanken erhalten. Da aber für mich sowieso nur Claire und Jamie die Geschichte ausmachen, hat mich das in keinster Weise gestört. Trotz der sehr persönlichen Erzählung haben mir die Beschreibungen der anderen Charaktere ausgereicht. Bei mehr Beschreibungen wäre es wahrscheinlich auch ziemlich ausgeartet. Von daher ist das hier eher Nörgeln auf hohem Niveau, wie man so schön sagt.
Ein extrem spannendes Buch, das mich besonders durch die Szenen mit Claire und Jamie bestochen und gefesselt hat. Ich kann die ganze Outlander-Reihe bisher einwandfrei weiterempfehlen, wovon dieser dritte Teil keine Ausnahme darstellt. I love it!

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